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Bodenverschmutzung auf Spielplätzen: Risiken und Umgang damit

Bodenverschmutzung auf Spielplätzen: Risiken und Umgang damit

Kategorien : Referenzen Schweiz

Die Böden von Spielplätzen, Parks oder Gärten können mit Schadstoffen belastet sein, insbesondere in älteren oder städtischen Gebieten sowie in der Nähe von Industrie- und Verkehrsaktivitäten.

Diese Belastung kann auf die frühere Nutzung des Grundstücks, insbesondere auf potenziell umweltbelastende Aktivitäten, aber auch auf frühere Baumassnahmen oder die dort verwendeten Materialien zurückzuführen sein.

Warum sind Kleinkinder besonders gefährdet?

Kinder unter 3 Jahren sind besonders gefährdet, da sie am Boden spielen und häufig ihre Hände in den Mund nehmen. Sie können täglich etwa 250 mg Erde aufnehmen.

Kleinkind beim Erkunden des Bodens, wobei es Erde in den Mund nimmt und dabei potenziell belastete Bodenpartikel aufnimmt. Auf dem Bild entsprechen etwa 250 mg Erde ungefähr der Menge, die in einer dünnen Schicht auf einer 1-Franken-Münze Platz findet.

Bei Kleinkindern führt das Erkunden des Bodens unweigerlich zur Aufnahme von Bodenpartikeln.

Bildquelle: Bundesamt für Umwelt BAFU 

250 mg Erde entsprechen etwa einer 1-Franken-Münze, die mit einer dünnen Erdschicht bedeckt ist.

Bildquelle: Bundesamt für Umwelt BAFU

Kritische Schadstoffe

  • Blei: Beeinträchtigt die Entwicklung des Gehirns, selbst in geringen Dosen.
  • Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK): Krebserregende Substanzen.
  • Weitere mögliche Schadstoffe: Je nach früherer Nutzung des Standorts können weitere Schadstoffe vorhanden sein.

Wie lässt sich feststellen, ob der Boden eines Spielplatzes belastet ist?

  • Die Nutzungsgeschichte des Grundstücks überprüfen
  • Die BAFU-Entscheidungshilfe «Spielplatz-Check» verwenden
  • Die kantonalen Behörden können eine Untersuchung und Analysen verlangen

Untersuchung des Bodens eines Spielplatzes

  • Entnahme von Bodenproben und Analyse im Labor
  • Kosten: in der Regel einige Tausend Franken pro Standort
  • Der Staat kann 60 % der Kosten übernehmen

Werden die Konzentrationswerte überschritten, dürfen Kinder den Spielplatz bis zur Sanierung nicht mehr nutzen.

Vorbeugende Massnahmen

Bis zur Sanierung:

  • Für einen dichten Bewuchs sorgen
  • Schlecht bewachsene Bodenflächen abdecken (Holzschnitzel, Rasen usw.)
  • Kleinkinder möglichst nicht im Boden buddeln lassen
  • Kindern nach dem Spielen die Hände waschen lassen

Sanierung des Bodens

In der Regel werden 20–30 cm des belasteten Bodens entfernt und ersetzt.

  • Durchschnittliche Kosten: etwa 250 CHF/m²
  • Eine Kostenübernahme von 60 % ist möglich.
  • Die Sanierung muss durch ein spezialisiertes Umweltfachbüro durchgeführt oder zumindest begleitet werden.

Fazit

Belastete Böden auf Spielplätzen stellen ein reales Risiko für Kleinkinder dar. Daher ist es wichtig:

  1. Standorte mit erhöhtem Risiko zu überprüfen

  2. Die Böden bei Bedarf untersuchen zu lassen

  3. Vorsorgliche Massnahmen zu ergreifen

  4. Belastete Flächen zu sanieren

Für weitere Informationen zu den Risiken einer Bodenbelastung auf Spielplätzen sowie zu deren Umgang und Sanierung kontaktieren Sie GTSM Macolin SA, seit über 40 Jahren Spezialist für Spielplätze in der Schweiz.
Rufen Sie 044 461 11 30 an oder senden Sie eine E-Mail an info@gtsm.ch.

Quelle:

- "Schadstoffe auf Böden von privaten Kinderspielplätzen:  Risken für Kleinkinder und Untersuchung der Böden", März 2026, Bundesamt für Umwelt BAFU

- "Schadstoffe auf Böden von privaten Kinderspielplätzen: Sanierung und Kosten", März 2026, Bundesamt für Umwelt BAFU

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