Defensive Architektur – oft auch als hostile design bezeichnet – beschreibt bauliche Massnahmen im öffentlichen Raum, die bestimmte Verhaltensweisen verhindern oder einschränken sollen.
Dazu gehören etwa Parkbänke mit Armlehnen, die das Liegen unmöglich machen, begrünte Barrieren oder Metallstacheln auf Fensterbänken. Ziel ist es häufig, unerwünschtes Verhalten wie langes Verweilen, Liegen oder Schlafen an bestimmten Orten zu verhindern.
Ein aufsehenerregendes, jüngstes Beispiel stammt aus Österreich - Rankweil (Vorarlberg): Dort liess Bürgermeister Klaus Fässler (ÖVP) höchstpersönlich die Holzkeile bestehender Sitzbänke abschrauben. Für ihn waren die Bänke ein Symbol der Ausgrenzung. Die Trennelemente wurden einst mit dem Zweck angebracht, Obdachlose daran zu hindern, sich hinzulegen.
Die Aktion wurde bewusst demonstrativ durchgeführt, um – wie Fässler betonte – „ein Zeichen zu setzen“.
Bürgermeister entfernt „Anti-Obdachlosen-Bänke“ - vorarlberg.ORF.at
Auch andere österreichische Städte greifen zunehmend zu baulichen Massnahmen, die Aufenthaltsqualität selektiv steuern – oft mit Verweis auf Sicherheit, soziale Kontrolle oder schwindende Akzeptanz für bestimmte Gruppen im kommunalen Raum.
Der Einsatz defensiver Architektur ist stets politisch aufgeladen, weil zwischen dem gestalterischen Anspruch an den öffentlichen Raum und gesellschaftlichen Grundfragen – wer darf sich wann wo wie aufhalten? – abgewogen wird.
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ORF - https://vorarlberg.orf.at/stories/3303665/
Vor diesem Hintergrund nimmt GTSM Magglingen AG folgende Position ein:
- GTSM selbst bezieht keine inhaltliche Stellung in der Debatte rund um Aufenthaltsverhalten im öffentlichen Raum.
- Die Gestaltung des GTSM Parkmobiliar-Angebots orientiert sich grundsätzlich an den Wünschen der Kunden – also Gemeinden, Planungsbüros und weiteren Auftraggebern.
- Ziel ist es, mit dem GTSM-Parkmobiliar Kunden- und Nutzerbedürfnisse sinnvoll in Einklang zu bringen.
Im GTSM Sortiment befinden sich:
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Liegen / Sitzliegen / Ruheliegen |
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Grundsätzlich wird jedoch darauf hingewiesen, dass das Öffentlich-Schlafen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes, der Sicherheit, der Gesundheit sowie des Witterungskomforts in Mitteleuropa – selbst für jene Menschen, die darauf angewiesen sind – oftmals keine ideale Option darstellt.
Fazit
Defensive Architektur ist nie nur Gestaltung, sondern immer auch eine politische Entscheidung, wie Bürgermeister Fässlers Eingreifen zeigt. Unternehmen wie GTSM setzen diese Entscheidungen technisch um – die Frage, wer den öffentlichen Raum wie nutzen darf, bleibt eine gesellschaftliche Debatte. Die Diskussion darüber bleibt wichtig – denn Stadtmöbel sind nie nur Möbel, sondern immer auch Ausdruck gesellschaftlicher Werte.
Nehmen Sie Kontakt auf mit GTSM Magglingen AG für die Vielfalt der Bänke, Sitzgelegenheiten im Sortiment!
Telefonieren Sie auf 044 461 11 30 oder erreichen Sie GTSM per e-mail info@gtsm.ch für mehr Informationen oder eine Beratung telefonisch oder vor Ort!
Quellen:







