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Schaffhausen: Kunst und teure Stadtbänke im Fokus

Schaffhausen: Kunst und teure Stadtbänke im Fokus

In Schaffhausen sorgt nicht nur Kunst für Diskussionen, sondern auch die Stadtmöblierung steht im Fokus.

Die Stadt hat in den letzten Monaten mit verschiedenen Projekten Aufmerksamkeit erregt – und nicht immer für Begeisterung. Ein zentraler Streitpunkt sind die sogenannten hybriden Stadtbänke. Der Stadtrat hat beschlossen, mehrere der ungewöhnlichen Bänke für rund 100’000 Franken zu kaufen und dann sogar zu zerlegen. Das sorgt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern für Unverständnis, denn die Parkbänke gelten als künstlerische Statements, die gleichzeitig funktional sein sollten.

Doch die Umsetzung scheint zu stocken: Die Sitzbänke werden teilweise als unbequem wahrgenommen, und die Stadtverwaltung zieht nun einen Schlussstrich, indem sie die Sitzgelegenheiten entzweit und neu positioniert.

foto bodo rüedi, hybride stadtbänke wurden vom stadtrat in schaffhausen vorgestelltDie Stadt Schaffhausen präsentierte ihr Kunstprojekt «Hybride Stadtbänke». Bodo Rüedi/ 20min.ch

Diese Entscheidung ist Teil einer grösseren Debatte um öffentliche Kunst und deren Finanzierung. Die Bilanz der bisherigen Investitionen ist bescheiden, wie auch aus einem Beitrag des SRF Regionaljournals hervorgeht:

srf reportage zu der stadtmöblierung, parkbanke in gelb die in schaffhausen vom stadtrat abgesägt wurden, umstrittene kunstSchaffhausen: Umstrittene Kunst mit bescheidener Zwischenbilanz - Audio & Podcasts - SRF

Die Kunst im öffentlichen Raum ist umstritten, sowohl hinsichtlich ihres Nutzens als auch der Kosten. Kritiker bemängeln, dass viele Projekte zu teuer sind und wenig Mehrwert bieten, während Befürworter die kulturelle Bedeutung und die Aufwertung des Stadtraums hervorheben.

hybride stadtbänke, sitzbank, parkbank, ruhebank, bank mit rückenlehne und armlehneDas Konzept ermöglicht es Privatpersonen, eine Hälfte der Bank auf ihrem Grundstück zu platzieren – unter der Voraussetzung, dass sie weiterhin öffentlich zugänglich bleibt. Bodo Rüedi/ 20min.ch

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Haltung lokaler Künstler und Dienstleister gegenüber Aufträgen unter 100’000 Franken. Wie aus einem Artikel von shaz.ch hervorgeht, nehmen einige Auftragnehmer kleinere Aufträge nicht mehr an, da der Aufwand oft nicht im Verhältnis zum Ertrag steht. Das stellt die öffentliche Hand vor neue Herausforderungen bei der Planung und Vergabe von Projekten.

Frank (links) und Patrik Riklin während der Eröffnungsperformance ihres sozialen Kunstprojekts in Schaffhausen.Frank (links) und Patrik Riklin während der Eröffnungsperformance ihres sozialen Kunstprojekts in Schaffhausen. Foto: Noëlle Schönauer shaz.ch

Das soziale Kunstprojekt «Hybride Stadtbank» der Zwillingsbrüder Frank und Patrik Riklin startete im August 2024 auf dem Walther‑Bringolf‑Platz in Schaffhausen. Fünf schwefelgelbe öffentliche Sitzbänke wurden mit einer Motorsäge halbiert: Eine Hälfte blieb auf dem Platz, die andere zog in private Innenräume – jedoch unter der Bedingung, weiterhin öffentlich zugänglich zu sein.

Die beiden Konzeptkünstler stehen gemeinsam mit den Schaffhauser Stadträten Christine Thommen und Daniel Preisig für ein Foto bereit.

Die beiden Konzeptkünstler stehen gemeinsam mit den Schaffhauser Stadträten Christine Thommen und Daniel Preisig für ein Foto bereit. Bodo Rüedi/ 20min.ch

Bis März 2025 nahmen 26 Gastgeber teil, organisierten etwa 90 Besuche und förderten – laut Projektteam – ungewöhnliche Begegnungen im Alltagsraum. Das Vorhaben, das bis Herbst 2025 läuft, setzt auf Dialog zwischen Privatem und Öffentlichkeit – mit dem Ziel, soziale Strukturen zu stärken.

Zusammenfassend zeigt sich, dass Schaffhausen an der Schnittstelle von Kunst, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit steht. Die Stadt muss Wege finden, öffentliche Räume sinnvoll zu gestalten und gleichzeitig die Akzeptanz der Bevölkerung zu gewinnen.

Wer sich für klassische, funktionale und gleichzeitig qualitätsorientierte Sitzbänke im öffentlichen Raum interessiert, welche sowohl kreatives und/oder aesthetisches Design wie auch soziale Interaktion fördern können, findet bei GTSM durchdachte Lösungen für langlebiges Stadtmobiliar:

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